digitale Buchhaltungsprogramme

Digitale Software-Lösungen für die Buchhaltung 4.0

Bleiben Sie organisiert – Alle Rechnungen digital auf einen Blick

Die Digitalisierung ist in allen Bereichen der Wirtschaft zu spüren. Für die Buchhaltung 4.0 ergeben sich hieraus eine Vielzahl an Chancen für das eigene Unternehmen. So lassen sich sämtliche Teilbereiche der Buchhaltung mit einer passenden Software-Lösung optimieren. Belege werden digitalisiert bzw. elektronisch weiterverarbeitet, Rechnungen können schneller gebucht und der Transfer zum Steuerberater kann automatisiert werden. Wir beraten und informieren Sie über die gängigsten Software-Lösungen für ihre Buchhaltung. Gerne helfen wir ihnen dabei die passende Lösung für ihr Unternehmen zu finden. Kontaktieren Sie uns.

 

Digitale Software-Lösungen für die Buchhaltung 4.0

Der Markt der Buchhaltungssoftware ist sehr umfangreich. Inzwischen gibt es eine Vielzahl an Programmen mit vielen verschiedenen Funktionen und Leistungen. Wir verschaffen ihnen gerne einen konkreten Überblick im Vorfeld und beraten sie hinsichtlich der für sie in Frage kommenden Produkte. Kontaktieren Sie uns gerne für ein persönliches Gespräch.

Die bekanntesten digitalen Buchhaltungsprogramme für Unternehmen im Überblick:

Grundlage der digitalen Schnittstelle zwischen dem Finanzamt und dem Steuerberater bietet das Program DATEV. Dieses wird von jedem Steuerberater, für den Transfer der Daten zum Finanzamt verwendet.

Buchhaltungsprogramme für Unternehmer:

  • DATEV Online
  • Lexware
  • lexoffice
  • FastBill
  • CANDIS
  • Debitoor

 

Programm Empfehlung:

Durch langjährige Praxiserfahrung mit dem Programm Lexware, möchten wir ihnen dieses hier einmal exemplarisch vorstellen.
Auch von unseren Kunden, die dieses Programm bereits nutzen, erhielten wir ein sehr positives Feedback zur Implementierung und auch in der späteren Anwendungsphase.
Lexware ist eine Buchhaltungssoftware, die sich besonders für Selbstständige, kleine und mittlere Unternehmen als auch GmbH’s eignet. Die Software beinhaltet alle gängigen Basis-Funktionen für die Finanzbuchhaltung und Anlagenbuchhaltung. Einfache Bedieneroberflächen ermöglichen einen leichten Einstieg und schnelles erlernen der Funktionen. Ebenfalls unterstützt diese Software beim Jahresabschluss mit EÜR, GuV oder Bilanzierung.
Auch eine Cloud-Lösung für Einsteiger, Existenzgründer und StartUps sowie Einzelunternehmer und Freiberufler, werden mit Lexware bereit gestellt.

Durch die Arbeit mit einer Buchhaltung-Software, wie hier z.B. Lexware und die Unterstützung durch unserer Kanzlei, wappnen sie sich besten für die Zukunft.

 

Warum eine Software für ihre Buchhaltung einsetzen?

Ein digitales Buchhaltungsprogramm bietet ihnen eine optimale Alternative für eine einfache, schnelle und fehlerlose Buchhaltung in ihrem Betrieb.

Sie verschafft ihnen folgende Vorteile:

  • Mehr Zeit für Ihre Kernkompetenzen im Unternehmen
  • Ihre Geschäftszahlen immer im Blick
  • Zeitersparnis, da sie alle Buchungen und Belege schnell und einfach erfassen können
  • Kostenersparnis bei ihrem Steuerberater
  • Papierlose Buchhaltung
  • Leicht bedienbare Benutzeroberflächen
  • Automatische Verwaltung von Konten und Rechnungen und damit auch automatisierte Buchungen
  • Integrierte Steuerberater-Schnitstelle und Online Banking

 

Prozessberatung und Integration der Programme im Unternehmen

Wir, die Kanzlei Böttcher, helfen und beraten sie bei der Auswahl und Integration des richtigen und zu ihrem Unternehmen passenden Buchhaltungsprogramm. Erzielen sie mehr Effizienz durch digitale Prozesse für ihre Finanzbuchhaltung, die Lohnabrechnung, Jahresabschlüsse und für die zugehörigen Steuererklärungen. Ein denkbar einfaches Konzept, welches wir jederzeit punktgenau für ihre Buchhaltung abstimmen können.

 

Fazit – Das Leben ist zu kurz für Papierkram

Die Umstellung der Buchhaltung auf eine digitale Software-Lösung nimmt ihnen in der Zukunft die Arbeit ab. Eine Zusammenarbeit mit einer digitalen Schnittstelle zwischen Kunden, ihrem Team und ihrem Steuerberater spart ihnen viel Zeit und Kosten. Durch ein digitales Buchhaltungsprogramm sparen Sie nicht nur Zeit in diesem Bereich, Sie können sich somit auch ihren Kernkompetenzen wieder mehr widmen. Ebenfalls wird der manuelle Aufwand, den der Mitarbeiter hatte, durch einfache online Anwendungen ersetzt. Somit können Sie ihren Mitarbeiter in anderen Bereichen wieder effizienter einsetzen.

Buchhaltung 4.0

Die Digitalisierung erreicht die Buchhaltung – aus 2.0 wird 4.0
Staub auf der Buchhaltung

Bislang blicken nur die wenigsten euphorisch auf und berichten motiviert von Erfolgen und einem Mehrwert ihrer buchhalterischen Tätigkeiten. So bringen beispielsweise Gründer und Selbstständige ihr Vorurteil gegenüber der angestaubten Buchführung mit in ihren Arbeitsalltag, StartUps und kreative FreiberuflerInnen wollen sich meist gar nicht erst mit Fragen rund um den alten Berg der Zahlen und Rechnungen beschäftigen und erfolgreiche Unternehmen setzen weiterhin auf ein bestehendes System mit einer Menge Papier und dicken Ordnern. Doch das muss nicht sein, denn die Buchhaltung kann so viel mehr!

 

Welche Möglichkeiten bietet eine optimierte Buchhaltung?

Wer sich genauer mit dem Thema auseinandergesetzt hat, kommt schnell zu der Erkenntnis: Gute Buchhaltung ist teuer und kostet wertvolle Zeit. Genau an dieser Stelle setzt die digitalisierte Buchhaltung 4.0 an. Die fortschreitende Integration von computerbasierter Software in Unternehmen von ehemals 2.0 auf mittlerweile 4.0 beeinflusst sämtliche Teilbereiche der Buchhaltung. Mit der passenden Software und dem angemessenen Mut zur Veränderung bietet sich somit eine Vielzahl von Chancen für das eigene Unternehmen. Dabei spielt es keine Rolle wie groß derBetrieb ist oder in welchem Bereich der Konzern arbeitet.

1. Zeitersparnis durch Automatisierung

Ab jetzt werden Belege automatisch verbucht und sortiert, Ausgangsrechnungen direkt in das neue Buchhaltungssystem eingepflegt und Rechnungen durch die Verknüpfung mit dem eigenen Bankkonto automatisch beglichen. Das spart nicht nur eine Menge Zeit, sondern sorgt aufgrund der Sortierung auch für mehr Übersicht.

2. Fundierte Entscheidungen treffen

Jedes Unternehmen muss sich im Alltag immer wieder mit entscheidenden Fragen auseinandersetzen.

Antworten gibt es meist schnell, nur werden sie häufig aus dem Bauch heraus getroffen. Mit einem digitalisierten Buchhaltungssystem 4.0 sind fundierte und sachgerechte Aussagen zu alltäglichen Problemen und Fragen in der Firma der Standard. Das bringt Seriösität und Nachhaltigkeit für weitere Entwicklungsschritte.

3. Schnittstellen erleichtern Kommunikation

Für den Austausch mit einem passenden Steuerberater wird kein Pendelordner mehr benötigt.  Die Software überträgt die steuerrelevanten Daten automatisch an die jeweilige Kanzlei. Dabei kann jederzeit genau festgelegt werden, welche Daten der Steuerberater bekommen soll. Das Ergebnis sind schlanke Prozesse, die Geld sparen und auch logistisch weiterhelfen. So wird zum Beispiel eine USt.-Voranmeldung automatisch direkt an das Finanzamt geschickt, Belege rechtssicher abgelegt und Dokumente nach festgelegten Kriterien automatisiert an die Software weitergeleitet.

4. Weniger Fehler im System

Die händische Eingabe von Zahlenmassen in verschiedene Formulare birgt Risiken. Leicht kann es zu flüchtigen Tippfehlern kommen, die dann mühsam herausgefiltert werden müssen. Durch die automatische Verteilung der Kennziffern in der digitalen Buchhaltung gehören solche Zeitfresser der Vergangenheit an.

 

Wo ist der Haken?

Die größte Schwierigkeit besteht im Erklimmen der ersten Hürde. Für ein funktionierendes Buchhaltungssystem 4.0 müssen sämtliche, für eine Automatisierung entscheidenden Parameter einmalig hinterlegt werden. Das bedeutet im ersten Schritt mehr Aufwand und erfordert ein gewisses Einarbeiten in die Software, lohnt sich dann aber für die kommenden Jahre. Zumal die jeweiligen Buchhaltungssysteme in der Regel besonders benutzerfreundlich gestaltet sind und selbst digital unerfahrenen Menschen einen leichten Einstieg ermöglichen.

 

Fazit: Mut zur Veränderung!

Laut einer Studie der Oxford University werden in Zukunft 98% der Buchhaltungsprozesse digital ablaufen. Das kann man glauben oder auch nicht – wichtig ist an dieser Stelle die unübersehbare Tendenz: Die Buchhaltung wird digital automatisiert. Besonders wenn man sich bislang auf sein bestehendes System verlassen kann, mag eine Veränderung schwerfallen und gerade der Umgang mit sensiblen Daten schafft hier zusätzliche Fragen. Aber jetzt heißt es: Buchhaltung entstauben und dem eigenen Unternehmen einen klaren Vorteil verschaffen. Wir beraten Sie gerne! Ihre Steuerkanzlei Böttcher in Hamburg.


Die Finanzierung von Startups durch staatliche Förderung oder den Gründerzuschuss

In unserem letztem Blogbeitrag vom 15.November 2016 “Die Top 4 Möglichkeiten der Finanzierung für Startups” haben wir bereits einen Überblick über die Möglichkeiten der Kapitalgewinnung bzw. Finanzierung für den Unternehmensstart gegeben. Um tiefer in diese Materie einzusteigen, informieren wir in diesem Beitrag über die Unterschiede der staatlichen Fördermittel /-programme und dem Gründerzuschuss. Warum gibt es staatliche Förderungen? Welche Voraussetzungen werden benötigt? Wie erhält man den Zuschlag zur Förderung? Gerne beraten wir Sie auch persönlich und individuell auf Ihr Unternehemen abgestimmt. Kontaktieren Sie uns gerne hier.

Gründerzuschuss vs. staatliche Förderung Was ist Was ?

Der Gründungszuschuss

Der Gründungszuschuss ist eine Ermessensleistung der aktiven Arbeitsförderung, auf die kein Rechtsanspruch besteht. Die Förderung der Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit soll zu einer möglichst nachhaltigen beruflichen Integration führen. Der Gründungszuschuß kann bei der Agentur für Arbeit beantragt werden, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Der Gründer ist bereits arbeitslos gemeldet und hat einen bestehenden Anspruch auf mindestens noch 150 Tage Arbeitslosengeld.
  • Der Gründer hat das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet.
  • Es kann ein überzeugender Businessplan vorgelegt werden, der tragfähig ist und die Kompetenzen des Gründers nachweist.

Der Gründungszuschuss wird in zwei Phasen geleistet. Für sechs Monate wird der Zuschuss in Höhe des zuletzt bezogenen Arbeitslosengeldes zur Sicherung des Lebensunterhalts und 300 € zur sozialen Absicherung gewährt. Für weitere neun Monate können 300 € pro Monat zur sozialen Absicherung gewährt werden, wenn eine intensive Geschäftstätigkeit und hauptberufliche unternehmerische Aktivitäten dargelegt werden. Eine erneute Förderung ist nicht möglich.

Fördermittel/ -programme

Die bekanntesten und wichtigsten Förderprogramme/-gelder sind: 1. Exist Ein Förderprogramm des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Das EXIST-Gründerstipendium ist zugänglich für Studierende, Absolventinnen und Absolventen sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die ihre Gründungsidee realisieren. Bei den Gründungsvorhaben sollte es sich um innovative, technologieorientierte oder wissensbasierte Projekte mit signifikanten Alleinstellungsmerkmalen und guten wirtschaftlichen Erfolgsaussichten handeln. Mehr dazu auf der Seite des BMWi. 2. Gründerdarlehen Wenn kein Anspruch auf einen Gründerzuschuss besteht, unterstützt die KfW Bank mit einem Gründerdarlehen. Hierbei ist zu beachten, dass die Antragsstellung vor der Gründung des Startups liegen muss. Folgende Unterlagen müssen im Vorfeld bereitgestellt werden:

  • Präsentation des Existenz-Gründungsvorhaben / Geschäftsidee
  • Stellungnahme einer fachkundigen Stelle bsplw. Steuerberater oder Anwalt, zur Tragfähigkeit der Existenzgründung
  • Nachweise der Kompetenzen
  • Gewerbeanmeldung Ggf. sind weitere Inhalte erforderlich. Wir empfehlen dazu die Beratung durch einen fachkundigen Steuerberater oder aber die Förderdatenbank.

3. Förderprogramme der EU Die Förderprogramme der EU dienen vor allem den Startups, die einen erschwerten Zugang zum Kapitalmarkt haben. Das EU-Förderprogramm wurde als Mikrofinanzierung aufgesetzt. Wer Fördermittel der Europäischen Union beantragen möchte, sollte sich am besten kompetente Unterstützung durch Fachberater holen. 4. Weitere Förderarten:

Einen umfassenden Überblick über von Förderarten und Fördergeldern finden Sie hier.

Der richtige Zeitpunkt für Fördermittel?

Jedes Förderprogramm besitzt seine eigene Regularien und Vorgaben. Daher empfehlen wir vorab über die entsprechenden Fristen und Abgabetermine zu informieren. Bei einigen Förderprogrammen ist der zeitliche Faktor sehr entscheidend und nur im Voraus möglich, während es bei andern Förderprogrammen auch noch nach 2 Jahren der Unternehmensgründung möglich sein kann. Generell gibt es keinen guten oder schlechten Monat fürs Fördergeld-Timing.

 Fazit – Gründungszuschuss vs. Staatliche Fördermittel

Wer vor der Gründung des Startups arbeitslos war, kann sich um einen Startzuschuss für den Schritt in die Selbstständigkeit durch den Gründerzuschuss beim Arbeitsamt bewerben. Für Gründer, die noch an einer Universität studieren oder diese bereit abgeschlossen haben, gibt es die Möglichkeit des Exist Gründerstipendiums. Die Vorteile gegenüber Förderprogrammen der Banken sind, dass diese Art der Förderung nicht zurückgezahlt werden müssen. Um den richtigen Weg der Finanzierung eines Startups zu ermitteln, lohnt es sich in jedem Fall einen kompetenten Partner an der Seite zu haben, der einem die passenden Wege aufzeigt. Bsplw. Steuerberater oder Anwälte. Diese können beratend zur Seite stehen und aber auch bei der Erstellung des Businessplan oder bei der Realisierung der Kennzahlen-Ermittlung unterstützen. Falls auch Sie, unabhängig ob in Hamburg ansässig, ein neues Unternehmen gründen möchten oder auch bereits gegründet haben und nach sinnvollen Finanzierungsmöglichkeiten suchen, dann wenden Sie sich gerne an unsere kompetente Steuerkanzlei, um sich ausführlich zu diesem Thema beraten zu lassen. Wir freuen uns schon auf Sie. Ihre Steuerkanzlei Böttcher aus Hamburg

Änderungen zur Einkommensteuererklärung 2016

Was sich geändert hat

Steht Ihnen die Steuererklärung für 2016 noch bevor? Vielleicht haben Sie ja in den nächsten Wochen Lust, ein Stündchen am Wochenende oder nach Feierabend zu investieren, um diese lästige Pflichtaufgabe zu absolvieren. Bevor die Finanzämter ab Ende Mai in Steuerklärungen versinken und Sie gegebenenfalls monatelang auf Ihren Steuerbescheid warten dürfen. Denn oft lässt sich von Vater Staat ein hübsches Sümmchen zurückholen. Was sich in der Steuergesetzgebung im Vergleich zu 2015 geändert hat, haben wir für Sie in den folgenden Steuertipps zusammengefasst.

Freibeträge

Gute Nachrichten für Familien: Grundfreibetrag, Kinderfreibetrag, Kindergeld, Kinderzuschlag und Unterhaltsfreibetrag sind gestiegen. Damit können Sie jetzt folgende Beträge in der Steuererklärung geltend machen:

  • Der Grundfreibetrag erhöhte sich von 8.472 Euro auf 8.652 Euro.
  • Um die kalte Progression auszugleichen, wurden zudem die Tarifeckwerte um 1,482 Prozent „nach rechts“ verschoben.
  • Der Kinderfreibetrag stieg für jedes Elternteil von 2.256 Euro auf 2.304 Euro.
  • Das Kindergeld wurde jeweils um 2 angehoben und liegt damit in 2016 für das erste und zweite Kind bei 190 Euro, beim dritten Kind bei 196 Euro und ab dem vierten Kind bei 221 Euro.
  • Der Kinderzuschlag für bedürftige Familien stieg ab dem 01.07.2016 von 140 Euro auf 160 Euro.
  • Der Unterhaltsfreibetrag wurde dem Grundfreibetrag von 8.652 Euro angepasst.

Zudem wird der Lohnsteuerfreibetrag von den Finanzämtern nicht mehr nur für ein Jahr, sondern seit 01.01.2016 für zwei Jahre ausgestellt.

Altersvorsorgeaufwendungen

Der Höchstbetrag für Altersvorsorgeaufwendungen stieg für 2016 auf 22.767 Euro, von denen 82 Prozent, also 18.669 Euro, steuermindernd in der Steuererklärung geltend gemacht werden dürfen.

Betriebliche Altersvorsorge

Die steuer- und sozialversicherungsfreie Beitragsbemessungsgrenze wurde von 72.600 Euro auf 74.400 Euro erhöht. Damit können jetzt 2.976 Euro statt bislang 2.904 Euro gefördert werden.

Rentenbesteuerung

Für Rentner, die in 2016 erstmals Rente bezogen haben, erhöht sich der steuerpflichtige Anteil der Rente auf 72 Prozent. Für alle anderen bleibt der zu versteuernde Teil in der Steuererklärung wie gehabt.

Neue Bestimmungen bzgl. der Steuer-Identifikationsnummer

Zur eindeutigen Zuordnung müssen ab der Einkommensteuererklärung 2016 in folgenden Fällen neben den sonstigen Daten des Begünstigten bzw. des Empfängers auch die Steuer-Identifikationsnummer vermerkt werden:

  • bei Unterhaltszahlungen (ID vom Unterhaltsempfänger)
  • bei Schenkungen und Erbschaften ( ID vom Begünstigten)
  • bei Kindergeldanträgen (ID des Kindes)

Kapitalertragssteuer

Mitte letzten Jahres wurde ein Gesetz für eine neue Investmentbesteuerung gegen Steuervermeidung und Missbrauch erlassen, um die sogenannte „aggressive“ Steuergestaltung in Form von Cum/Cum-Gestaltungen zu stoppen. Die Bundesregierung dazu: „Die Cum/Cum-Gestaltungen sind darauf angelegt, die Besteuerung der Dividenden durch ausländische Anleger mit Hilfe inländischer Investmentfonds oder Kreditinstitute zu umgehen.“ Die neue Regel gilt für Kapitalerträge ab 20.000 Euro – und rückwirkend zum 01.01.2016. Wenn Sie darüber hinausgehende Beratung bei Ihrer Steuererklärung 2016 wünschen, wenden Sie sich gern an uns. Wir freuen uns auf Sie. Ihre Steuerkanzlei Böttcher in Hamburg

Steuer: Anlage Kind

Was für die Steuer bei der Anlage Kind zu beachten ist

Wer in der glücklichen Lage ist, Kinder zu haben, hat bei seiner Steuererklärung Sorge zu tragen, sein Kind bzw. seine Kinder über die „Anlage Kind” steuerlich zu berücksichtigen. Kinderfreibeträge, Kinderbetreuungskosten oder Kindergeld sollten für die Steuer geltend gemacht werden, um die Abgabenlast zu senken. Hier haben wir einige Steuertipps, die Sie für die Anlage Kind befolgen sollten:

Keine Steuererklärung ohne Anlage Kind

Wer Kinder hat, muss die Anlage Kind ausfüllen, egal ob ihm dies auf den ersten Blick vorteilhaft erscheint oder nicht. Letztendlich wird aber niemandem dadurch ein steuerlicher Nachteil entstehen, denn durch Kinder werden auch der Soli und die Kirchensteuer gemindert. Wichtig ist, dass für jedes Kind eine eigene Anlage Kind ausgefüllt werden muss und dass inzwischen auch die Steueridentifikationsnummer des Kindes benötigt wird. Sollte diese nicht bekannt sein, kann sie beim Finanzamt erfragt werden.

Kinderfreibetrag für Alleinerziehende

Leider ist die Situation für Alleinerziehende oft so, dass der Partner dem Unterhalt nicht nachkommt. Über die Steuer können Alleinerziehende diesen finanziellen Schaden zumindest ein wenig lindern: Die Kinderfreibeträge liegen für jedes Elternteil bei 2.304 Euro. Erhält der Alleinerziehende keinen Unterhalt, kann er den Teil des Partners zusätzlich auf sich übertragen lassen. Außerdem kann in der Steuerklärung ein Entlastungsbetrag in Höhe von 1.308 Euro zusätzlich zum Kindergeld geltend gemacht werden, unter der Voraussetzung, dass keine andere volljährige Person – Ausnahme sind weitere Geschwister – im Haushalt lebt, etwa ein neuer Partner.

Kindergeld

Vielen Eltern ist grundsätzlich immer noch unbekannt, wann Kindergeld beantragt werden darf, so dass Familien häufig auf diese Leistung der Familienkasse unfreiwillig verzichten. Doch wird in der Steuerveranlagung festgestellt, dass ein Kind berücksichtigungsfähig ist, kann Kindergeld auch im Nachherein beantragt werden. In der Steuererklärung ist der Kindergeldanspruch immer in voller Höhe einzutragen, unabhängig davon, wieviel vom Kindergeld an wen ausgezahlt wird. Viele Eltern glauben, der Anspruch ihres Kindes auf Kindergeld verfalle mit der Vollendung des 18. Lebensjahres. Dem ist nicht so:

  • Kindergeld wird bis zum 21. Lebensjahr gezahlt, wenn das Kind arbeitssuchend gemeldet ist, auch wenn es eine Berufsausbildung absolviert hat.
  • Volljährige Kinder erhalten Kindergeld bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres, wenn sie in Ausbildung, Studium oder einem freiwilligen Jahr sind.
  • Kein Anspruch auf Kindergeld besteht, wenn das Kind Dienst bei der Bundeswehr leistet oder mehr als 20 Stunden in der Woche arbeitet.
  • Für ein behindertes Kind, das nicht in der Lage ist, sich selbst zu versorgen, wird das Kindergeld auch über das 25. Lebensjahr hinaus gezahlt.

Schule und Berufsausbildung

Schulgeld ist absetzbar, wenn es für eine allgemeinbildende oder berufsausbildende Schule genutzt wird. Der Besuch der Schule muss zu einem Schul-oder Berufsabschluss führen. Ein Studiengang zum Bachelor auf einer Privatschule ist hingegen nicht steuerlich geltend zu machen, weil hier kein herkömmlicher Abschluss erworben wird, sondern lediglich ein akademischer Grad. Für ein volljähriges Kind, das eine Ausbildung absolviert und auswärts wohnt, gibt es einen Ausbildungsfreibetrag in Höhe von 924 Euro.

Kinderbetreuungskosten

Betreuungskosten für Kinder unter 14 Jahren sind über Sonderausgaben abzusetzen. Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Unterricht sind davon ausgeschlossen.

Krankenversicherung

Die Beiträge zur Krankenversicherung von Kindern sind über die Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend zu machen.

Betreuungskosten für behinderte Kinder

Für behinderte Kinder sind zusätzlich zu Pflege- und Betreuungskosten alle Kosten absetzbar, die im Zusammenhang mit der Behinderung stehen, beispielsweise Fahrten zu Ärzten, Reha, Schule etc. Wenn Sie eine eingehende Beratung zum Thema wünschen, kontaktieren Sie uns gern. Wir freuen uns auf Sie. Ihre Steuerkanzlei Böttcher in Hamburg

Maßnahmen gegen Steuerbetrug an Ladenkassen

Um den massiven Steuerbetrug an Ladenkassen und die damit fehlenden Steuereinnahmen wirksamer zu bekämpfen, verabschiedete der Bundesrat Ende 2016 das „Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen“, das ab 2020 endgültig in Kraft tritt. Die darin beschlossenen Maßnahmen gelten für alle Unternehmen und Einzelpersonen, die elektronische Kassensysteme nutzen. Überall dort, wo viel mit Bargeld gezahlt wird, wie in kleineren Geschäften, Apotheken oder der Gastronomie, ist Manipulationen Tür und Tor geöffnet: Einnahmen wandern ohne Quittungen in die Ladenkasse, Buchungen werden storniert, Umsätze gelöscht und Kassenaufzeichnungen auf kreativste Art und Weise manipuliert. So entgehen dem Fiskus viele Milliarden Euro Steuereinnahmen. Dem will der Staat jetzt einen Riegel vorschieben.

Neue Kassensysteme sollen Steuerbetrug an Ladenkassen verhindern

Mit der Umstellung von elektronischen Registrierkassen verspricht das Gesetz ein fälschungssicheres System, das (nachträgliche) Daten-Manipulationen von außen verhindern soll. Konkret bedeutet dies, dass alle Aufzeichnungssysteme spätestens ab 2020 eine zertifizierte Sicherheitseinrichtung benötigen. Diese wird vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) definiert und zertifiziert – die Einzelheiten dazu werden noch ausgearbeitet. Welche technischen Anforderungen stellt die neue Sicherheitseinrichtung? Sie beinhaltet drei Komponenten, und zwar:

  • ein Sicherheitsmodul, das Manipulationen ausschließen soll
  • ein Speichermedium, das die Geschäftsvorgänge dokumentiert
  • und eine digitale Schnittstelle, die Kassenkontrollen für die Betriebsprüfer erleichtert

Belegausgabepflicht gegen Steuerbetrug an Ladenkassen

Die Ausgabe von Quittungen wird verpflichtend. Eine Ausnahme dieser Regel besteht bei Zumutbarkeitsgründen, wenn z.B. Unternehmen Waren an eine Vielzahl von nicht bekannten Kunden verkaufen. Auch Würstchenverkäufer auf Schützenfesten und Sportplätzen müssen weiterhin keine Quittungen ausstellen.

Was ist noch neu?

Eine allgemeine Registrierkassenpflicht wird es weiterhin nicht geben; die offene Ladenkasse ist also weiterhin möglich. Zu beachten ist allerdings:

  • Die Einzelaufzeichnungspflicht wird präzisiert: Jegliche Kasseneinnahmen und -ausgaben müssen vollständig und unveränderbar dokumentiert werden.
  • Es besteht Meldepflicht für elektronische Aufzeichnungssysteme: Anschaffung und Abschaffung neuer Kassensysteme muss innerhalb eines Monats angezeigt werden.
  • Registrierkassen, die ab 25.11.2010 erworben wurden und noch nicht aufrüstbar mit den entsprechenden neuen Systemen sind, müssen erst zum 01.01.2023 umgerüstet sein.

Finanzämter weiten Kassenkontrollen aus

Die sogenannte „Kassen-Nachschau“, mit der Kassenaufzeichnungen und deren Übertrag in die Buchführung geprüft werden, erlaubt unangemeldete Kontrollen der Steuerbehörden. So soll Manipulationen Einhalt geboten bzw. zeitnah aufgeklärt werden. Bereits ab 2018 darf das Finanzamt die Kassen-Nachschau durchführen.

Bußgelder bei Steuerbetrug an Ladenkassen

Bis zu 25.000 Euro Geldbuße kann zukünftig bei Steuerbetrug an Ladenkassen erhoben werden – unabhängig davon, ob ein steuerlicher Schaden entstanden ist. Gründe sind Zuwiderhandlungen wie nicht eingesetzte Software bzw. nicht legitimierte Kassensysteme und fehlender oder unzureichender Schutz der Daten. Wer Manipulationssoftware nutzt oder diese verkauft, macht sich natürlich ebenfalls strafbar. Wenn Sie mehr Informationen zum Thema Steuerbetrug an Ladenkassen wünschen, kontaktieren Sie uns gern. Wir freuen uns auf Sie. Ihre Steuerkanzlei Böttcher in Hamburg

Neues Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Kassensystemen

Neues Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Kassensystemen

Die Manipulation von Kassen ist für das Bundesministerium für Finanzen eine Problematik, die eine lange Vorgeschichte besitzt. Nach dem Willen des Ministeriums wird dem bald Einhalt geboten, um die jährlichen Steuerausfälle in Milliardenhöhe einzudämmen.  

Manipulation von Kassen – Problematik und Hintergründe

Im Bereich der Gastronomie und bei Geschäften und Unternehmen, die hauptsächlich Bargeldgeschäfte abwickeln, sind durch den Einsatz der bisher gängigen elektronischen Kassen die Möglichkeiten für Manipulationen Tür und Tor geöffnet. Die Finanzämter können nur teilweise die täglichen Einnahmen auf ihre Richtigkeit hin überprüfen. Diese Überprüfung kann auch durch eine Außenprüfung der Finanzämter nicht lückenlos erfolgen, weil die Manipulation von Kassen nicht ermittelt und nachgewiesen werden kann. Die Finanzämter können laut derzeitigen Stand der Dinge etwaige Stornierungen und deren Gründe nicht erkennen und auch nicht überprüfen. Zudem werden von den Inhabern der Kassen sprich von den Gastronomen diverse Programme und Software im Hintergrund verwendet, die nicht erkennbare Manipulationen und Veränderungen an den tatsächlichen Kassengeschäften vornehmen können. Die Manipulation von Kassen verursacht laut Schätzungen dem Bundesministerium für Finanzen einen jährlichen Schaden bzw. Steuerausfälle in Milliardenhöhe. Dieser Sachverhalt ist kein neuartiges Problem, vielmehr soll ein Jahrzehnt andauernder Praxisfall von Steuerhinterziehung beendet werden.  

Mit GoBD wird der Manipulation von Kassen ein Riegel vorgeschoben

Mit GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff) werden nun vom Bundesministerium für Finanzen die Rahmenbedingungen für eine lückenlose Registrierung der Kasseneinahmen geschaffen und somit wird es bei einer Außenprüfung des Finanzamts möglich, jeden einzelnen Buchungsposten der elektronischen Kassengeräte nachzuvollziehen. Parallel dazu werden auch die rechtlichen Bestimmungen durch gesetzliche Ergänzungen in der Abgabenordnung komplettiert und dabei werden parallel zu den Aufzeichnungspflichten auf Papierform, nun der Paragraf § 146a AO-E hinzugefügt. Der Paragraf § 146a AO-E ist die IT-Version für die Aufzeichnungspflichten bei der Buchführung. Der grundlegende Gedanke des Gesetzes ist die Vorgabe, welche Voraussetzungen die elektronischen Kassensysteme in Zukunft besitzen müssen.  

Pflichten und Strafen bei Nichtbeachtung der gesetzlichen Vorgaben

Es muss vom Gastronomen bzw. Unternehmer die vorgegebenen  

  • Schnittstellen,
  • Speichermedien,
  • Zertifizierung von Schutz- und Sicherheitsvorkehrungen,
  • Einzigartigkeit und Unveränderbarkeit

der Kassendaten erfüllt werden, damit die Manipulation von Kassen in Zukunft nicht mehr möglich sein wird. Im Zuge dieser anstehenden Gesetzesänderung werden übrigens schon Kassensysteme, von den entsprechenden Unternehmen die dem GoBD entsprechen, angeboten und beworben. Damit eine nachträgliche Manipulation von Kassen unmöglich wird, werden vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eine Zertifizierung erarbeitet und abschließend vorgegeben, welche dann im oben genannten Paragrafen der Abgabenordnung verankert sein wird. Bei Zuwiderhandlungen wird in der Abgabenordnung § 379 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4-5 AO-E mit Bußgeldern von bis zu 25.000 Euro derjenige bestraft, welcher nicht seine Kassen mit der vorgegebenen Sicherheitstechnik ausrüstet oder vor Manipulation schützt.  

Fazit – Manipulation von Kassen

Mit der Gesetzesänderung soll nun die Manipulation von Kassen zukünftig verhindert werden und der technische Fortschritt der elektronischen Kassen samt der manipulativen Software in die Schranken verwiesen werden. Die ergänzenden und neuen Gesetze in der Abgabenordnung verschaffen bei diesem Sachverhalt eine absolute Klarheit im rechtlichen Sinne. Es besteht Klarheit in diesem Sinne, weil alle Schlupflöcher durch die vorgeschriebene Sicherheitstechnik vom Gesetzgeber geschlossen werden. Die Finanzämter können nun die Einnahmen chronologisch nachvollziehen und bei der Außenprüfung detailliert einzelne Geschäftsvorfälle einsehen und kontrollieren. Das Bundesministerium für Finanzen möchte ganz klar die Steuerhinterziehung bei der Nutzung von elektronischen Kassensystemen endgültig beenden.

Die Steuerkanzlei Böttcher hat die steuerliche Beratung von Unternehmen aus dem Bereich der Gastronomie als Kernbereich erschlossen. Wir beraten eine Vielzahl an kleinen und mittelständischen Unternehmen der Gastro-Branche in Hamburg und über Hamburgs Stadtgrenzen hinaus. Unsere Erfahrung bzgl. der unterschiedlichsten Herausforderungen dieser Branche ist Basis für unsere Kompetenz und Voraussetzung als Ihr fähiger Partner für die Steuerlandschaft.   Telefonisch erreichen Sie uns unter der Nummer 040 / 411 60 62 – 70. Gerne können Sie einen Termin in unserer Kanzlei vereinbaren. Diese befindet sich in der Goernestraße 13 a in Hamburg. Wir freuen uns auf Sie!

Einschränkung der freien Apothekenwahl durch Krankenkassen

Für viele Patienten und Ärzte aus Hamburg oder anderen deutschen Städten ist es normal, dass sie sich bei der Herstellung und dem Kauf von bestimmten Arzneimitteln für eine Apotheke ihrer Wahl entscheiden können. Doch ein Urteil des Bundessozialgerichtes (B 3 KR 16/15 R) stärkte Ende 2015 die Position der Krankenkassen, welche die freie Apothekenwahl bei ausgewählten Arzneimittelgruppen, wie beispielsweise Chemotherapie-Infusionen zugunsten bestimmter Apotheken einschränken können. Doch worum geht es in diesem Urteil eigentlich und was sind die Hintergründe?    

Warum will die Krankenkasse die freie Apothekenwahl einschränken?

Den gesetzlichen Krankenkassen geht es vor allem darum, Kosten zu senken. Dadurch, dass sie exklusive Verträge mit ausgewählten Apotheken schließen, können sie Nachlässe und Rabatte auf bestimmte Medikamente garantieren. So können die Kassen wirtschaftlicher arbeiten und Kosten eingespart werden. Allerdings bedeutet das im Umkehrschluss auch, dass der Arzt und der Patient, nicht mehr mit Apotheken kooperieren können, von denen sie mitunter über Jahrzehnte betreut wurden    

Worum geht es in dem Urteil?

Medikamente, die im Rahmen einer Chemotherapie zur Anwendung kommen, werden von der vorbereitenden und herstellenden Apotheke in der Regel direkt an die Arzt Praxis geschickt, die für die Behandlung zuständig ist. Sowohl der behandelnde Arzt, als auch der Patient, sowie ebenfalls die Apotheke waren mit dieser Regelung zufrieden. Schließt eine Krankenkasse nun mit einer bestimmten Apotheke einen exklusiven Abnahmevertrag, ist der Arzt verpflichtet, mit dieser Apotheke zu kooperieren. Ein Arzt und ein Apotheker wollten sich gegen die vermeintliche Einschränkung der Apothekenwahl wehren und hielten ihre langjährige Geschäftsbeziehung trotz anderweitigem Exklusivvertrag mit einer anderen Krankenkasse aufrecht. Doch die zuständige Krankenkasse forderte von der Apotheke den bereits erhaltenden Vergütungsanspruch zurück. Daraufhin legte der Apotheker Klage ein. Zunächst mit Erfolg, doch in der Sprungrevision gaben die Bundessozialrichter der Argumentation der Krankenkasse Recht. Gemäß § 129 Absatz 5 Satz 3 SGB V sind die Krankenkassen berechtigt, für die Versorgung von Arzt Praxen mit zur Chemotherapie benötigten Fertigarzneimitteln, Verträge mit Apotheken zu schließen. Aus Wirtschaftlichkeitsgründen kann die Krankenkasse zu diesem Zweck auch Exklusivverträge mit ausgewählten Apotheken abschließen. Dadurch wird die freie Apothekenwahl von Patienten auch nicht in unzulässiger Weise eingeschränkt, da die Medikamente direkt von der Apotheke an die Arztpraxis geliefert werden    

Fazit:

Egal ob in Hamburg oder anderswo in Deutschland, die freie Apothekenwahl wird nicht dadurch eingeschränkt, dass Fertigarzneimittel für die onkologische Behandlung aufgrund von exklusiven Verträgen der Krankenkassen nur von bestimmten Apotheken bezogen werden können. Falls Sie in Hamburg leben und noch Fragen zu diesem oder anderen Themengebieten haben, dann kommen Sie doch einfach mal in unserer Steuerkanzlei in Hamburg-Eppendorf vorbei. Das Team der Steuerkanzlei Arno Böttcher freut sich schon darauf Sie kennen zu lernen.  

Sonderabschreibung für den Mietwohnungsneubau

Sonderabschreibung für den Mietwohnungsneubau

Die Bundesregierung wollte einen starken Impuls setzen, um den privaten Bau von Mietwohnraum anzukurbeln. Dafür sollte es eine Sonderabschreibung für den Mietwohnungsneubau geben, vor allem für private Bauherrn, die Wohnraum für günstiges Wohnen zur Miete neu schaffen. Grund sind die dramatischen Fehlentwicklungen auf dem Markt für bezahlbaren Wohnraum. Gerade für kleinere Einkommen, Sozialhilfebezieher und Studenten ist es kaum noch möglich, in Ballungsräumen eine günstige Mietwohnung zu finden. Mit der Sonderabschreibung für den Mietwohnungsneubau wird es jetzt aber vorerst nichts. Die Große Koalition hat das Steuergesetz jetzt gestoppt.

 

Sonderabschreibung für den Mietwohnungsneubau als Anschub für privaten Wohnungsbau

Die Idee hinter der geplanten Sonderabschreibung für den Mietwohnungsneubau war, dass es für private Bauherrn steuerlich attraktiv sein sollte, günstige Mietwohnungen neu zu bauen. Von dieser Sonderabschreibung für den Mietwohnungsneubau sollten alle Bauprojekte profitieren, für die 2016, 2017 und 2018 einen Bauantrag gestellt wird. Besonders attraktiv an dem Gesetzesvorhaben war, dass diese Sonderabschreibung zusätzlich zu der regulären linearen Abschreibung gewährt werden sollte. In der Summe hätte sich über drei Jahre eine Abschreibung von 35% ergeben. Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Sonderabschreibung für den Mietwohnungsneubau wäre gewesen:

  • privater Wohnungsbau (also nicht gewerblich)
  • der Bau erfolgt als Mietwohnung in einer Region mit Wohnungsknappheit
  • Baukosten betragen höchstens 2000 EUR pro Quadratmeter

Ab einer Höhe von 3000 EUR Baukosten pro Quadratmeter sollte die Sonderabschreibung für den Mietwohnungsneubau komplett wegfallen, weil dann der Sinn und Zweck der Förderung, die Schaffung von günstigen Mietwohnungen, völlig verfehlen würde. Die Regierung wollte unbedingt verhindern, dass mit staatlichen Subventionen und Steuergeschenken Luxuswohnungen für Reiche entstehen, die weitere Bevölkerungsteile vom Wohnen in den Ballungsgebieten ausschließen würden.  

Weitere Auflagen sollten den Zweck der Förderung sichern

Die Förderung sollte auf Baugebiete begrenzt werden, die mit ihrem Mietpreisen fünf Prozent oder mehr über dem vergleichbaren Mietniveau auf Bundesebene liegen. Zusätzlich sollte die Sonderabschreibung für Bauprojekte gelten, die in Regionen und Stadtteilen liegen, in denen die gesetzliche Mietpreisbremse gilt. Weiterhin sollten Baugebiete in Wohnbereichen mit abgesenkter Kappungsgrenze förderungsfähig sein. Außerdem war geplant, dass die neu zu errichtenden Wohnungen für eine Zeit von mindestens 10 Jahren festgeschrieben als Mietobjekte genutzt werden müssen. So sollte die Schaffung von günstigen Eigentumswohnungen verhindert werden. Der letztmalige Zeitpunkt der Geltendmachung der Abschreibung sollte auf das Jahr 2022 datiert werden. Mit dem Programm zur Sonderabschreibung für den Mietwohnungsneubau sollte Wohnraum sowohl im untersten als auch im mittleren Mietsektor neu geschaffen werden.  

Gesetzesvorhaben für Sonderabschreibung für den Mietwohnungsneubau in der Zukunft

Es bleibt bei der angespannten Mietraum-Lage in den Großstädten aber sehr wahrscheinlich, dass die Bundesregierung und der Gesetzgeber gar nicht um eine solche steuerliche Sonderförderung für den privaten Bau von günstigen Mietwohnungen herumkommen. Insbesondere wird die Flüchtlingskrise die Wohnungsnot weiter verschärfen. Sie sollten also vor einem Bauprojekt in dem Bereich weiter sorgfältig die Pläne der Bundesregierung weiter beobachten. Das letzte Wort dürfte auch bei einem Gesetz für Sonderabschreibung für den Mietwohnungsneubau noch nicht gesprochen sein. Die Steuerkanzlei Böttcher hat die steuerliche Beratung von Unternehmen aus dem Bereich der Gastronomie als Kernbereich erschlossen. Wir beraten eine Vielzahl an kleinen und mittelständischen Unternehmen der Gastro-Branche in Hamburg und über Hamburgs Stadtgrenzen hinaus. Unsere Erfahrung bzgl. der unterschiedlichsten Herausforderungen dieser Branche ist Basis für unsere Kompetenz und Voraussetzung als Ihr fähiger Partner für die Steuerlandschaft. Telefonisch erreichen Sie uns unter der Nummer 040 / 411 60 62 – 70. Gerne können Sie einen Termin in unserer Kanzlei vereinbaren. Diese befindet sich in der Goernestraße 13 a in Hamburg. Wir freuen uns auf Sie!

Finanzgericht Köln: Urteil zur Steuerbegünstigung bei der Veräußerung einer Arztpraxis

In Bezug auf die Veräußerung einer Arztpraxis oder anderer Freiberuflerpraxen kommt es häufig zu Fragen hinsichtlich der Besteuerung dieses Verkaufs. Grundsätzlich werden Gewinne, die auf den Verkauf oder die Aufgabe einer Praxis zurück zu führen sind, begünstigt besteuert. Doch macht sich der Arzt, Anwalt oder Steuerberater aus Hamburg nach der Veräußerung seiner Praxis in der Nähe seiner alten Wirkungsstätte wieder selbstständig, kann es in Bezug auf die Steuerbegünstigung zu einer bösen Überraschung kommen. Das zeigt auch ein Urteil des Finanzgerichts Köln aus dem Jahr 2014.    

Was sollte beim Verkauf einer Arztpraxis bedacht werden?

Als Arzt, Steuerberater oder Anwalt ist es nicht unüblich, dass trotz einer Praxisaufgabe, die berufliche Tätigkeit weiter fortgeführt wird. Denn so ganz geht man ja nie. Unschädlich ist dies auch für den Fall, dass der Arzt sich in der Praxis seines Nachfolgers als Angestellter oder als freier Mitarbeiter weiter betätigt. Problematisch hingegen wird es, wenn der Verkäufer sich schon kurze Zeit nach der Praxisveräußerung in der Nähe seiner alten Wirkungsstätte wieder mit einer neuen Praxis selbstständig macht. In dem Fall ist es sehr wahrscheinlich, dass die Steuerbegünstigung gemäß § 18 Abs. 3 i.V.m. §§ 16 Abs. 2 bis 4, 34 EStG rückwirkend entfällt und nachgezahlt werden muss. Die Rückzahlung der Einkommenssteuer kann unter Umständen empfindlich hoch ausfallen.    

Kann man sich nach der Veräußerung einer Arztpraxis überhaupt wieder ohne steuerliche Nachteile selbstständig machen?

Dies ist selbstverständlich möglich. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass eine zeitliche und räumliche Abgrenzung des begünstigten Veräußerungsgewinns vom nicht begünstigten laufenden Gewinn zu erkennen ist. Das bedeutet, dass ein Arzt aus Hamburg seine freiberufliche Tätigkeit in seinem bisherigen Wirkungskreis zumindest für eine “gewisse Zeit” aufgeben muss. Er darf seinem Praxisnachfolger also keine Konkurrenz machen. Wann das Kriterium der “gewissen Zeit” erfüllt ist, wird von Fall zu Fall unterschiedlich beurteilt. In dem im Jahr 2014 vor dem Finanzgericht Köln verhandelten Fall, wurde eine Wartezeit von 22 Monaten als nicht ausreichend bewertet. In der Literatur wird für eine Wartezeit von rund drei Jahren plädiert.    

Fazit:

Um die durch die Veräußerung einer Arztpraxis in Hamburg erhaltenen Steuerbegünstigungen nicht zu gefährden, sollte die Eröffnung einer neuen Praxis im alten Wirkungskreis nicht oder nur nach ausreichend langer Wartezeit in Erwägung gezogen werden. Um steuerrechtlich auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie als Arzt oder Anwalt aus Hamburg, bei solchen komplexen Verkaufsvorgängen in jedem Fall den Rat einer erfahrenen Steuerkanzlei einholen. Wir freuen uns darauf Sie zu beraten.