Unternehmensgründung – Gmbh oder GbR?

Wenn Sie eine Unternehmensgründung planen, sollten Sie die Rechtsform genau überlegen und die Entscheidung zur GmbH oder GbR anhand von Fakten und fundierter Kenntnis treffen. Vor allem der Gründungsaufwand und die Haftungsregularien stehen im Vordergrund und sollten einflussnehmend für Ihre Entscheidung sein. Bei einer Gründung ohne Startkapital von 25.000 Euro aufwärts zur freien Verfügung, sind Ihre Möglichkeiten vorab begrenzt und Sie können eine GbR, aufgrund der finanziellen Umstände aber keine GmbH gründen.  

GmbH oder GbR? Hier liegen die Unterschiede

Für die Gesellschaft bürgerlichen Rechts, also die GbR, ist der Aufwand einer Unternehmensgründung gering. Ab 2 Personen mit gleichen Interessen können Sie die nicht im Handelsregister eintragungspflichtige Personengesellschaft gründen und einen Gesellschaftsvertrag für alle Gesellschafter abschließen. Stamm- und Grundkapital müssen Sie nicht einlegen, wodurch die GbR bei kleinen und mittelständischen Unternehmensgründungen sehr beliebt ist. Anders verhält es sich bei der GmbH, die ein Mindeststammkapital von 25.000 Euro Einlage erfordert. Die Hälfte der Summe ist bereits vor der notwendigen notariellen Beglaubigung zu erbringen und bleibt als festes Kapital im Eigentum der GmbH bestehen. Die Beurkundung vom Notar, sowie die Eintragung im Handelsregister sind Grundvoraussetzungen für die GmbH Gründung und können, ebenso wie das Stammkapital nicht umgangen werden. Bezüglich der Haftung lässt sich die Frage zur GmbH oder GbR einfacher beantworten, da die GmbH nicht mit Privatvermögen haftet und dementsprechend kein finanzielles Risiko außerhalb der Gesellschaft mit sich bringt. Anders ist es bei der GbR, in der jeder Gesellschafter für die anderen Inhaber zur Haftung gezogen und von Gläubigern belangt werden kann.  

Fazit für die Unternehmensgründung

Beide Rechtsformen überzeugen sowohl mit Vorteilen, wie auch mit Nachteilen. Generell lässt sich sagen, dass Sie bei Gründung einer GmbH über mehr Kapital verfügen müssen und diese Rechtsform nur wählen sollten, wenn Sie ein größeres Unternehmen planen und die Prognose anhand der Rentabilitätsvorschau und des Businessplans erfolgversprechende Tendenzen aufzeigt. Sie haben Fragen welche Unternehmensform für Ihre Gründung die “passende” ist? Zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns! Ihre Kanzlei Böttcher

Das sollten Gastro-Besitzer wissen – Steuersatz für Speisen außer Haus

“Ist das zum hier essen oder zum mitnehmen?” Diesen Satz kennt wohl jeder Hamburger, der sich gerne des breit gefächerten gastronomischen Angebots der Hansestadt bedient. Für Gastronomen ist die Unterscheidung, ob eine Speise direkt vor Ort verzehrt oder zum Essen mit nach Hause genommen bzw. nach Hause geliefert wird, von großer Bedeutung. Denn von dieser Fragestellung hängt für sie ab, ob eine Speise mit 7 oder 19 % Umsatzsteuer ausgewiesen werden muss. Und das beeinflusst letztendlich auch die Preiskalkulation der Unternehmer.    

Steuern bei Lieferservice und Imbiss – Wie werden sie eingeordnet?

Das wichtigste Abgrenzungskriterium, ob 7 oder 19 % Mehrwertsteuer fällig werden ist, ob das Dienstleistungselement beim Verkauf der Speisen deutlich im Vordergrund steht oder eher ihre Lieferung. Ist ersteres der Fall, kann nicht der ermäßigte Steuersatz von 7 % genutzt werden. Allein, dass ein Betrieb die Speisen zubereitet, sie in Regalen zur Schau stellt oder Servietten, Ketchup, Mayo und Abfalleimer bereit stellt, hat nicht die Einordnung als schwerpunktmäßige Dienstleistung zur Folge. Denn diese und weitere Elemente sind für die Bereitstellung und Vermarktung von Speisen notwendig und schaden der begünstigten Besteuerung nicht. Wird das Essen direkt zum Kunden nach Hause geliefert und wird Einweggeschirr für den Verzehr mitgegeben, liegt der Schwerpunkt der Leistung eindeutig bei der Lieferung.    

Welche Kriterien führen zu 19 % Umsatzsteuer?

Gegen die Subsumierung eines Imbiss oder Lieferservice unter den vergünstigten Steuersatz sprechen unter anderem folgende Kriterien:

  • Wenn in der Bäckerei, der Metzgerei oder dem Imbiss Tische und Sitzgelegenheiten bereitgestellt werden, die eindeutig zum Verweilen einladen und die Gäste direkt am Tisch bedient werden.
  • Wenn Service Leistungen wie Reinigung des zur Verfügung gestellten Besteckes wie selbstverständlich mit zur Bedienung gehören.
  • Stehen zwar Tische im Imbiss, wird aber bei Abgabe der Bestellung die berühmte Frage “Zum hier essen oder zum mitnehmen” mit “Zum mitnehmen” beantwortet, greift trotz einer der Bewirtung fördernden Infrastruktur die 7 % Besteuerung.

   

Lassen Sie sich beraten

Wichtig bei der Beantwortung der Frage, ob in Ihrer gastronomischen Einrichtung 7%, 19% oder je nach Einzelfall beide Besteuerungsformen nebeneinander auszuweisen sind, ist der Schwerpunkt Ihrer Tätigkeit und die Ausgestaltung der Räumlichkeiten. Gerne möchten wir als Hamburger Steuerkanzlei Sie detailliert zum Thema der Besteuerung von Speisen beraten und alle noch offenen Fragen mit Ihnen gemeinsam klären. Verabreden Sie doch einfach ein erstes Beratungsgespräch. Wir freuen uns auf Sie!    

Die besten Steuertipps für Arbeitnehmer

Für viele Menschen ist es eine lästige Pflicht: die Steuererklärung. Doch mit den folgenden Steuertipps können Sie sich viel Geld zurückholen. Der Beitrag gibt nützliche Informationen, die Sie bei Ihrer Steuererklärung berücksichtigen sollten.  

Einer der wichtigsten Steuertipps: Optimale Steuerklasse und Freibetrag

Insbesondere Ehepaare können mit der richtigen Wahl der Steuerklassen ihre Lohn­steuer drücken. Zudem werden damit oftmals auch Leistungen wie Eltern­-, Mutter­schafts­- oder Arbeits­losengeld erhöht. Für Allein­erziehende bietet sich die Steuerklasse II an, da ihr spezieller Entlastungs­betrag dort einge­arbeitet ist. Mit einem Freibetrag senken viele Arbeitnehmer ebenso ihre Loh­steuer. Dieser ist vom Finanz­amt beispielsweise erhältlich, wenn die Werbungs­kosten jährlich höher als 1600 Euro sind.  

Weitere Steuertipps: Werbungskosten und Arbeitszimmer

Der Fiskus berücksichtigt pauschal Werbungskosten in der Höhe von 1000 Euro. Wenn Sie tatsächlich mehr ausgegeben haben, müssen sie dies belegen. Oftmals gibt es Streitigkeiten um das Heim-Arbeitszimmer, an das sich das Finanzamt lediglich in Ausnahmefällen beteiligt. Sie dürfen die vollen Kosten nur dann absetzen, wenn das heimische Arbeitszimmer den Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit bildet. Das heißt, dass Sie ausschließlich zu Hause arbeiten. Stellt Ihnen Ihr Arbeitgeber keinen sonstigen Arbeitsplatz zur Verfügung, dürfen Sie maximal 1250 Euro an Kosten für das Arbeitszimmer in die Steuererklärung eintragen.  

Sinnvoll einkaufen für die Arbeit

Bei den Steuertipps sollten Sie berücksichtigen, dass es für Aufwendungen, welche für den Job entstehen, es erst dann Geld zurückgibt, wenn der Betrag von 1000 Euro überschritten wurde. Anerkannt werden zum Beispiel der Weg zur Arbeitsstätte (je Arbeitstag und Kilometer einfache Entfernung 30 Cent), Ausgaben für Schulungen, Fortbildungen, Fachliteratur, Büromöbel etc. Wenn Sie unter der genannten Grenze liegen, sollten Sie sich überlegen, ob Sie in diesem Jahr ohnehin geplante Anschaffungen noch tätigen können.  

Fortbildungen absetzen

Bei vielen Unternehmen haben Fortbildungen einen hohen Stellenwert. Die Gründe hierfür liegen nicht nur in der Weiterbildung, sondern ebenso in den steuerlichen Vorteilen. Was viele Arbeitnehmer bei den Steuertipps vergessen, das Finanzamt akzeptiert alle Seminar-, Lehrgangs- oder Weiterbildungskosten, welche der Arbeitnehmer selber bezahlt. Diese können in der Kategorie Werbungskosten angegeben werden. Zu den Kosten, die in der Steuererklärung Berücksichtigung finden, zählen neben dem Lehrgang ebenso die Fahrtkosten zu Lerntreffen, wenn das Gelernte beispielsweise mit Lehrgangsteilnehmern wiederholt oder vertieft wird. Hierfür dürfen Sie, wenn Sie einen Pkw nutzen, pro Kilometer für Hin- und Rückfahrt 30 Cent als Werbungskosten geltend machen.  

Fazit – Wer clever ist spart bares Geld!

Dies war eine Auswahl an Steuertipps, wie Sie am Ende des Jahres vom Finanzamt mehr Geld zurückholen können. Diese Möglichkeiten sollten genutzt werden. Sollten Sie noch Rückfragen haben, dann können Sie uns sehr gern kontaktieren. Wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite! Jetzt einen kostenlosen Erst-Termin ausmachen!

Neue Steuerregeln für die Weihnachtsfeier 2015

Alle Jahre wieder stehen in Hamburg und im gesamten Bundesgebiet die betrieblichen Weihnachtsfeiern auf dem Programm. Mit einer Weihnachtsfeier möchten die Unternehmer sich nicht nur für die gute Arbeit ihrer Mitarbeiter bedanken, sondern auch das Jahr gemeinsam ausklingen lassen. Doch damit die Feier aus steuerlicher Sicht kein Reinfall wird, sollte das Weihnachtsessen sorgsam geplant werden. Denn wenn die aufgewendeten Kosten 110 Euro pro Mitarbeiter übersteigen, bleibt die Feier nicht steuerfrei. Was Sie daher im Vorfeld eines betrieblichen Weihnachtsessens als Unternehmer aus Hamburg alles beachten sollten, wollen wir kurz für Sie zusammen fassen.    

Welche Neuregelungen zu Betriebsausgaben bei Weihnachtsfeiern sollten Sie kennen?

Auch in 2015 ist die magische Zahl für die Ausrichtung von Weihnachtsfeiern 110 Euro. Doch galt dieser Betrag in 2014 noch als Freigrenze für Betriebsausgaben bei einer Weihnachtsfeier, wird er in 2015 als Freibetrag klassifiziert. Das bedeutet: Wenn die Ausgaben für die Weihnachtsfeier 110 Euro pro Person übersteigen, werden nicht automatisch die gesamten Kosten für die Weihnachtsfeier steuerpflichtig. Nicht mehr steuerfrei ist ab diesem Jahr also nur der Kostenanteil, der über die 110 Euro pro Person hinausgeht. In dieser Hinsicht hat der Gesetzgeber seine Vorgaben etwas gelockert. In Bezug darauf, welche Ausgaben in den 110 Euro enthalten sein müssen, hat er allerdings strengere Maßstäbe eingeführt. So müssen neben Speisen und Getränken ab 2015 auch die Saalmiete, das beschäftigte Personal oder der engagierte DJ mit in den Gesamtbetrag eingerechnet werden.    

Unter welchen Voraussetzungen ist eine Weihnachtsfeier für den Arbeitgeber steuerfrei?

Um die weihnachtliche Betriebsfeier als Unternehmen in Hamburg steuerfrei genießen zu können, sollten die Gesamtkosten für die Veranstaltung im Vorfeld ermittelt werden. Mit einbezogen werden müssen neben Speisen und Getränken auch die Kosten für Raummiete, Planungskosten, sowie Fahrtkosten. Wurden die Gesamtkosten kalkuliert, müssen die Kosten pro Teilnehmer ausgerechnet werden. Doch dabei muss beachtet werden, dass Ehegatten oder Partner die auf die Weihnachtsfeier mitkommen, finanziell gesehen dem Arbeitnehmer zugeordnet werden. Wird die Feier jetzt so geplant, dass man pro Kopf auf 110 Euro kommt, dann kann das Weihnachtsessen steuerlich abgesetzt werden. Diese Steuerbefreiung ist aber nur dann möglich, wenn die Feier höchstens die zweite Betriebsveranstaltung des Jahres ist und alle Mitarbeiter einer Abteilung, einer Filiale oder einer Organisationseinheit eingeladen wurden.    

 Gut zu wissen

Wissen sollten Sie zudem, dass es sich bei den 110 Euro pro Mitarbeiter um einen Bruttobetrag handelt. Das bedeutet, dass die Weihnachtsfeier pro Person lediglich 92,44 Euro kosten sollte. In die tatsächlichen Gesamtkosten mit einbezogen werden dürfen übrigens nur tatsächlich aufgetauchte Mitarbeiter und nicht alle Arbeitnehmer die eingeladen wurden.    

Fazit:

Auch in der Weihnachtszeit lohnt es sich, bei geplanten Betriebsfeiern die steuerlichen Rahmenbedingungen für die Ausrichtung der Feier zu kennen. Werden nicht mehr als 110 Euro pro Person aufgewendet, dann kann die Weihnachtsfeier steuerfrei genossen werden. Wenn Sie als in Hamburg ansässiger Unternehmer sich über die neuen Vorschriften in Bezug auf Weihnachtsfeiern informieren möchten, dann beraten wir als Steuerkanzlei aus Hamburg Sie sehr gerne. Verabreden Sie doch einfach ein unverbindliches Erstgespräch mit uns. Wir freuen uns schon darauf Sie kennen zu lernen.  

Die häufigsten Steuerfehler von Unternehmensgründern

Gründer brennen für ihre Geschäftsidee und gründen voller Elan, um sich mit ihren innovativen Produkten, Geschäften und Dienstleistungen eine neue Lebensgrundlage zu schaffen. Leider bringt die Existenzgründung auch viele Herausforderungen mit, an die Gründer oftmals nicht denken. Insbesondere Fehler beim Umgang mit Steuer und Finanzamt kann sehr teuer werden. Deshalb sollten schon vor der Gründung Maßnahmen getroffen werden, um die häufigsten Steuerfehler zu vermeiden.  

1. Rechtsform – GmbH oder GbR?

Bei der Rechtsform hat der Existenzgründer die Wahl der Wahl. Dabei spielen neben der Zahl der Gründer und einer möglichen Haftungsbeschränkung auch steuerliche Fragen eine Rolle, die oft vernachlässigt werden. So ist eine GmbH vor allem wegen der Haftungsbeschränkung beliebt. Auch das Geschäftsführergehalt klingt verlockend. Doch für dieses Gehalt fallen nicht unerhebliche Lohnsteuern an. Gerade in der Anfangsphase in der noch kein Gewinn erwirtschaftet wird, ist das Geld dafür oftmals nicht vorhanden. Eine detaillierte Gegenüberstellung der Rechtsformen GbR und GmbH finden Sie in unserem ausführlichen Artikel HIER.  

2. Steuervorauszahlungen – freiwillig zahlt sich aus

In der Regel dauert es lange bis zum ersten Einkommenssteuerbescheid. Nicht selten vergehen zwei oder drei Jahre, bis das Finanzamt erstmals um Zahlungen bitten. Wer vorher nur geringe Steuervorauszahlungen vereinbart hat, kann zu hohen Nachzahlungen verpflichtet werden, bei denen sich die Steuerschuld von mehreren Jahren addiert. Wer diesen Steuerfehlervermeiden will, kann freiwillig höhere Vorauszahlungen leisten.  

3. Verträge – sichern Sie sich ab

Arbeitet die Familie im neu gegründeten Unternehmen mit, sollten unbedingt ordentliche Arbeitsverträge abgeschlossen werden, um Steuerfehler zu vermeiden. Denn die Kosten für die Arbeitnehmer mindern nicht nur die Steuerschuld des Unternehmens, die Familienangehörigen selbst können durch die Gehaltszahlung zahlreiche Freibeträge nutzen. Auch Darlehns- und Mietverträge schaffen nicht nur Klarheit, sondern helfen auch, Steuern zu sparen.  

4. Umsatzsteuer – der Anteil für den Staat

Das leidige Thema Umsatzsteuer ist eine Quelle vieler Steuerfehler. Da die Umsatzsteuervoranmeldung in sehr engen zeitlichen Fristen abgegeben werden muss, ist es verlockend, die dauerhafte Fristverlängerung in Anspruch zu nehmen. Doch gerade in den ersten Jahren, wenn die Ausgaben die Einnahmen übersteigen, verzögert sich mit der späteren Umsatzsteuervoranmeldung auch die Erstattung durch das Finanzamt. Liquiditätsengpässe können die Folge sein.  

5. Fehlerhafte Rechnungen – bleiben Sie im Standard

Zum korrekten Umgang mit der Umsatzsteuer gehören auch korrekte Rechnungen. Jede eingehende Rechnung sollte auf den richtigen und vollständigen Umsatzsteuerausweis überprüft werden, um den Steuervorabzug gelten machen zu können.  

6. Buchführung – Disziplin die notwendig ist

Gründer wollen ihre Geschäftsidee umsetzen. Buchführung ist ein lästiges Übel. Doch eine akkurate Buchführung ist eine der wichtigsten Voraussetzung. Denn die Finanzamt schauen hier genau hin. Ist der Grundsatz der ordnungsgemäßen Buchführung nicht eingehalten worden, steht eine Steuerschätzung ins Haus, die für den Gründer sehr teuer werden kann.  

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Tipps zur Unternehmensgründung…

   

Fazit

Unternehmensgründer sind in der Anlaufphase mit vielen neuen Herausforderungen konfrontiert – zudem sind die Investitionen gerade zu Beginn hoch und Gründer konzentrieren sich oft schnell auf das schnelle erwirtschaften von Umsätzen. Steuerliche Vorgaben und Gesetzmäßigkeiten werden häufig zu Last und gehen nicht selten in turbulenten Zeiten unter, bzw. werden nur peripher betrachtet. Diese kompakte Zusammenstellung soll Sie sensibilisieren und auf die wichtigsten Steuer-Fehler bei Unternehmensgründungen hinweisen. Gerne beraten wir Sie individuell zu steuerlichen Rahmenbedingungen in Ihrer Unternehmung – nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Unser Tipp: Unser kostenloses Erstgespräch für Unternehmensgründer – Vereinbaren Sie einen Termin mit uns!

Gastronomen klagen vor dem Bundesverfassungsgericht

Immer mehr deutsche Kommunen versuchen durch höhere Besteuerungen der Tourismusbranche ihre Kassen aufzubessern. Auch die Stadtstaaten Hamburg und Bremen haben Gesetze verabschiedet, welche die Gastronomie und die Hotelbranche in die Pflicht nehmen. Die sogenannte Bettensteuer sieht vor, dass bei privaten Übernachtungen in Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben eine Zusatzsteuer abgeführt werden muss. Dagegen wehren sich nun in letzter Instanz zwei Hoteliers aus Bremen und Hamburg.    

Gastronomie und Hoteliers wehren sich

Bereits im Juli 2015 sind die Hoteliers aus dem Norden vor dem Bundesfinanzhof gegen die zusätzlichen Tourismusabgaben vorgegangen. Als Argumente gegen die Bettensteuer führten die Gastronomen an, dass die Aufwandssteuer einen nicht unerheblichen Mehraufwand dahingehend bedeute, dass berufliche von privaten Hotelgästen unterschieden werden müssen. Zudem würden die Vorgaben der Stadtstaaten das Recht auf informationelle Selbstbestimmung der Gäste verletzen. Doch trotz der durchaus nachvollziehbaren Argumente der Kläger, hat der Zweite Senat des Bundesfinanzhofs zugunsten der Stadtstaaten entschieden. Doch mit diesem Ergebnis möchten sich die Gastronomie Betreiber nicht abfinden und haben daher gegen dieses Urteil Klage vor dem Bundesverfassungsgericht eingereicht. Als neues Argument führen die Kläger ins Feld, dass die Länder Hamburg und Bremen gar keine Befugnis dazu hätten, solch eine zusätzliche Steuer einzuführen. Man darf gespannt sein, wie das Bundesverfassungsgericht in Sachen Bettensteuer entscheiden wird.    

Aussichten

Momentan sind die Hoteliers und Gastronomie Betreiber in Hamburg und Bremen noch dazu angehalten, die Bettensteuer für privat veranlasste Übernachtungen abzuführen. Wie das Bundesverfassungsgericht in dieser Sache entscheiden wird ist noch ungewiss, daher sollten die betroffenen Hotelbetriebe sich von einer spezialisierten Steuerkanzlei ausführlich beraten lassen. Wenn auch Sie noch Fragen zu diesem Thema haben, scheuen Sie sich nicht uns zu kontaktieren. Wir als Hamburger Steuerkanzlei würden uns freuen, Sie in unseren Räumlichkeiten begrüßen zu dürfen.

Gesellschafter-Darlehen in der Unternehmensform der GmbH?

Ein Gesellschafter-Darlehen, das zwischen einem Gesellschafter und einer Kapitalgesellschaft wie der GmbH geschlossen wird, ist ein probates Mittel, um die Liquidität eines Unternehmens zu erhöhen. Doch beim Schließen eines Vertrages über ein Gesellschafter-Darlehen gibt es einige Punkte zu beachten.  

Welche Voraussetzungen müssen im Vorfeld des Abschluss eines Gesellschafter-Darlehens gegeben sein?

Zunächst muss das Selbstkontrahierungsverbot des § 181 BGB aufgehoben werden. Das bedeutet, dass ein Gesellschafter-Geschäftsführer vor dem Abschließen eines Gesellschafter-Darlehens von dem Verbot des Insichgeschäfts befreit werden muss. Dies ist nötig, da er als Gesellschafter ja theoretisch im Namen der GmbH Geschäfte abschließen kann und somit auf beiden Seiten des Vertrags beteiligt ist. Zudem sollte ein Gesellschafter-Darlehen keinesfalls zinslos gewährt werden. Zwar ist die Gewährung eines zinslosen Darlehens grundsätzlich möglich, das Darlehen wird dann aber in der Folge in der Steuerbilanz abgezinst. Und diese Abzinsung kann empfindlich hoch ausfallen. Ausgenommen von dieser Regelung sind allein Gesellschafter-Darlehen, deren Laufzeit am Bilanzstichtag weniger als 1 Jahr beträgt. Auch von Darlehen mit unbestimmter Laufzeit ist dringend abzuraten.  
Gesellschafter Darlehen bei einer GmbH

Eng am Gesetz – bei einem Gesellschafter-Darlehen schaut der Fiskus genau hin

   

Wie werden Gesellschafter-Darlehen steuerrechtlich behandelt?

Beim Gesellschafter wird das Darlehen als Darlehensforderung verbucht, bei der Gesellschaft stellt es eine Verbindlichkeit dar. In der Bilanz des Unternehmens müssen sowohl die Höhe des Gesamtbetrages, als auch die Höhe der Zinsen ausgewiesen werden. Die Fremdkapitalzinsen werden bei der Gesellschaft als Betriebsausgaben, beim Empfänger als Zinseinnahmen verbucht.  

Fazit

Ein Gesellschafter-Darlehen ist ein probates Mittel, um die Liquidität einer Unternehmung zu erhöhen – auch in einer GmbH ist dies anwendbar. Es ist jedoch ratsam, das Darlehen so auszugestalten, wie man es auch mit einem fremden Dritten vereinbaren würde. Denn bei einer Betriebsprüfung werden solche Darlehensverträge erfahrungsgemäß gründlich überprüft.

Falls Sie noch Fragen bezüglich des Abschluss oder der Rückzahlung eines Gesellschafter-Darlehens haben ist es ratsam, sich in einem persönlichen Gespräch an uns zu wenden, um Ihren speziellen Fall näher zu beleuchten. Kontaktieren Sie uns noch heute – Wir freuen uns über Ihren Anruf! Ihre Steuerkanzlei Böttcher

Kindergeld wird auch im Masterstudium noch ausgezahlt

Ein Studium kostet in der Regel viel Geld, egal ob Ihr Sprössling in Hamburg, Köln oder München studiert. Viele Studenten streben nach dem Abschluss eines Bachelorstudiums noch ein Masterstudium an, welches bislang nicht von einem Kindergeldanspruch bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres gedeckt war. Doch ein neues Urteil des Bundesfinanzhofs (VI R 9/15) sorgt jetzt für Abhilfe. Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass auch ein Masterstudium unter gewissen Voraussetzungen Teil einer einheitlichen Erstausbildung sein kann. Welche Voraussetzungen das sind und ob die Inanspruchnahme dieser Leistungen in jedem Fall vorteilhaft sind, wollen wir Ihnen kurz erläutern.    

Wann kann Kindergeld auch im Masterstudium bezogen werden?

Kindergeld kann grundsätzlich bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres beansprucht werden, wenn der Heranwachsende sich noch in der Ausbildung befindet oder ein Studium absolviert. Bis zum aktuellen Urteil des Bundesfinanzhofes war ein Masterstudium dabei nicht vom Anspruch auf Kindergeld gedeckt, da es zu meist ein erfolgreich absolviertes Erststudium voraussetzt. Doch das oberste Gericht für Steuersachen hat jetzt seine Einstellung zu dieser Thematik verändert. Wenn ein Student nach einem Bachelor Studium noch ein anschließendes Masterstudium aufnimmt, besteht möglicherweise nach wie vor ein Kindergeldanspruch. Dies ist dann der Fall, wenn eine zeitliche und inhaltliche Nähe zwischen dem Bachelor – und dem Masterstudium besteht und das angestrebte Berufsziel optimal durch diese Ausbildung erreicht werden kann. In dieser Konstellation ist eine einheitliche Erstausbildung gegeben, die einen Anspruch auf Kindergeld begründet. Bei einem Erststudium spielt es zudem auch keine Rolle, wie viele Stunden der Student nebenher noch arbeitet. Dadurch kann der Kindergeldanspruch erst im Zweitstudium eingeschränkt bzw. verweigert werden.    

Kann der Bezug von Kindergeld im Masterstudium auch Nachteile haben?

Gilt das Masterstudium als Zweitstudium, kann es steuerlich unter dem Posten der Werbungskosten komplett abgesetzt werden. Ist der Studiengang jedoch Teil einer einheitlichen Erstausbildung, können Sie diese Begünstigungen nicht mehr in Anspruch nehmen. In diesem Fall besteht nur noch die Möglichkeit, die Kosten für das Studium als Sonderausgaben zu deklarieren.    

Fazit:

Trotz eines Masterstudiums müssen Studenten bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres womöglich nicht auf Kindergeld verzichten. Schließt sich der Master-Studiengang inhaltlich und zeitlich nahtlos an das Bachelorstudium an, kann auch weiterhin Kindergeld bezogen werden. Bei weiteren Fragen rund um das Thema Kindergeld wenden Sie sich doch einfach an unsere kompetente Steuerkanzlei aus Hamburg. Wir würden uns freuen, Sie in unseren Büroräumen begrüßen zu dürfen.  

Steuern bei Vereinen – Die Gründung eines Vereins aus Steuersicht

Vereine sind ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. Sie engagieren sich für die Jugend, den Sport oder erhalten durch ihr Wirken Traditionen am Leben. Um die Arbeit der Vereine zu unterstützen, offeriert der Staat gemeinnützigen Vereinen einige steuerliche Begünstigungen. Unter welchen Voraussetzungen Sie diese Vorteile nutzen können und was Sie bei der Gründung eines Vereins in steuerrechtlicher Hinsicht alles beachten sollten, haben wir einmal für Sie zusammen getragen.  

Voraussetzung: Gemeinnütziger Zweck des Vereins

Um in den Genuss vieler steuerlicher Vorteile wie körperschaft – und gewerbesteuersteuerfreien Einnahmen im Rahmen der satzungsmäßigen Aufgaben des Vereins, Steuerermäßigungen bei ehrenamtlichen Tätigkeiten oder der Möglichkeit der Entgegennahme von Spenden gegen Spendenbescheinigungen zu kommen, muss ein Verein vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt werden. Um als solcher anerkannt zu werden, muss der Verein einen gemeinnützigen Zweck verfolgen, der auch deutlich in der Satzung des Vereins zum Ausdruck kommt. Ein gemeinnütziger Zweck ist dann gegeben, wenn der Fokus der Vereinstätigkeit darauf liegt, die Allgemeinheit auf geistigem, sittlichen oder materiellen Gebiet selbstlos zu fördern. Im Einzelnen kann dies im Bereich des Sports, der Kultur, des Heimatgedankens und Brauchtums oder der Bildung gegeben sein. Um die Voraussetzungen für die Anerkennung eines gemeinnützigen Vereins zu erfüllen, darf der Verein nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke verfolgen, sondern sollte seine finanziellen Mittel hauptsächlich für die eigenen satzungsmäßigen Zwecke verwenden ohne überwiegend auf eine gewinnbringende Geschäftstätigkeit ausgerichtet zu sein. Zuwendungen an Mitglieder, die Ausrichtung von Vereinsfesten oder die Organisation von Vereinsausflügen sollten unter diesem Gesichtspunkt besonders sorgsam geplant werden.  

Vereinsspezifische Steuerregeln – Bei Vereinen gibt es Sonderfälle

Die steuerlichen Sonderregelungen für gemeinnützige Vereine können den normalen Bürger schnell verwirren, daher hier ein komprimierter Überblick über die wichtigsten Regelungen. Körperschaftssteuer: Ein gemeinnütziger Verein ist dann von der Körperschaftssteuer befreit, wenn er keinen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb unterhält, sondern seine Erträge im Rahmen eines Zweckbetriebes, im ideellen Tätigkeitsbereich oder aus seiner Vermögensverwaltung erzielt. Die grundsätzliche Befreiung von der Körperschaftssteuer für Vereine greift dann nicht, wenn der Verein wirtschaftliche Vorteile erzielt, die über die Vermögensverwaltung und Erhaltung des Vereins hinausgehen und lediglich Gewinn orientierte Zwecke verfolgt. Kapitalertragssteuer: Gemeinnützige Vereine müssen grundsätzlich für Kapital- und Zinserträge, die der Kapitalertragssteuer unterliegen, keine Steuern abführen. Diese Steuerbegünstigung tritt allerdings nicht automatisch ein, sondern muss beim zuständigen Finanzamt beantragt werden. Gewerbesteuer: Auch die Gewerbesteuer wird bei gemeinnützigen Vereinen nur in den Bereichen fällig, in denen sich der Verein rein wirtschaftlich betätigt. Ebenso wie bei der Körperschaftssteuer unterfallen Tätigkeiten im ideellen Vereinsbereich oder reine Zweckbetriebe nicht der Gewerbesteuer. Umsatzsteuer: Wie viel Umsatzsteuer für einen gemeinnützigen Verein fällig wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ein Kriterium ist beispielsweise, ob der Verein als Unternehmer oder als Verbraucher tätig ist. Ein anderes, wie hoch die Bemessungsgrundlage und der Steuersatz sind. Die meisten gemeinnützigen Vereine unterfallen aber der Kleinunternehmerregelung und müssen daher keine Umsatzsteuer ausweisen. Lohnsteuer: Ist der Verein als Arbeitgeber tätig, ist er den Bestimmungen des Lohnsteuerrechts unterworfen. Gleichgültig ob er als gemeinnützig oder nicht gemeinnützig einzustufen ist.  

Steuern bei Vereinen

Auch bei Vereinen zählt: Die richtige Archivierung ist zwingend erforderlich

Der Umgang mit Spenden, Mitgliedsbeiträgen und ehrenamtlichen Tätigkeiten

Spenden und Mitgliedbeiträge, die einem gemeinnützigen Verein zufließen, sind als Sonderausgaben abzugsfähig, wenn eine Zuwendungsbestätigung des Vereins vorliegt. Auch bestimmte ehrenamtliche Tätigkeiten sind von der Steuer befreit (Übungsleiterpauschale).  

Fazit

Schon bei der vorliegenden Zusammenfassung fällt auf: Die steuerrechtliche Behandlung von Vereinen und die Gründung eines Vereins sind komplexe Materien, welche schnell in einem ernst zunehmenden bürokratischen Aufwand enden können. Insbesondere wenn Formalitäten nicht eingehalten werden und damit die rechtmäßige Gründung des Vereins auf dem Spiel steht. Wir stehen Ihnen bei der Gründung eines Vereins oder sonstigen steuerrechtlichen Fragen in diesem Fachbgebiet professionell zur Seite – kontaktieren Sie uns gerne für ein erstes Beratungsgespräch. Wir engagieren uns ehrenamtlich – Kommen Sie auf uns zu und sprechen uns direkt an für eine Zusammenarbeit! Ihre Steuerkanzlei Böttcher  

Arbeit mit Freelancern: Die Gefahr der Scheinselbstständigkeit

Das Profil des Freiberuflers ist sowohl für Unternehmen als auch für Selbstständige ein nicht nur steuerlich interessantes Arbeitsmodell. Ein Freiberufler ist sein eigener Chef und kann sich seine Arbeit in der Regel frei einteilen. Viele Freiberufler schätzen die so gewonnene Freiheit und Flexibilität im Arbeitsleben. Auch für Unternehmen stellt die Arbeit mit Freiberuflern einige Vorteile dar: Die Fixkostenbelastung, die ein Angestellter verursacht, kann durch die variable Beauftragung von Freiberuflern vermieden werden. Zudem lässt sich je nach fachlichem Bedarf der entsprechende Experte beauftragen – die Qualität im Projekt kann steigen und es bestehen sowohl für Unternehmen keine Abhängigkeit einer verbindlichen Folgebeschäftigung. Insbesondere in Hamburg, wo viele Agenturen und kreative Branchen ansässig sind, werden viele klassische Freelancer-Tätigkeiten angeboten. Der Bedarf und das Angebot auf dem Arbeitsmarkt ist groß. Jedoch gibt es sowohl auf Seite des Unternehmens als auch auf Seiten des beauftragten Freelancers einige entscheidende Rahmenbedingungen zu beachten: Das Thema der Scheinselbstständigkeit sollte von Auftraggebern und Freelancern nicht auf die leichte Schulter genommen werden, denn die Fehleinschätzung des arbeitsrechtlichen Status kann vor allem für die Auftraggeber zu teuren Nachzahlungen führen. Doch auch als Selbstständige oder Freiberufler tätige Personen sollten sich vor den Konsequenzen einer Scheinselbstständigkeit hüten.    

Was bedeutet eigentlich Scheinselbstständigkeit?

Das deutsche Rechtssystem basiert auf dem Gedanken der Vertragsfreiheit, das bedeutet, Auftraggebern und Auftragnehmern steht es grundsätzlich frei zu entscheiden, ob sie einen Arbeitsvertrag abschließen oder eine Zusammenarbeit als freie Mitarbeit betiteln. Doch Papier ist geduldig und unabhängig davon wie das arbeitsrechtliche Verhältnis auf dem Papier ausgestaltet ist, es kommt immer auf die tatsächliche Zusammenarbeit an. Stellt sich also im Nachhinein heraus, dass eine unter dem Gesichtspunkt der freien Mitarbeit abgeleistete Tätigkeit in Wirklichkeit einem Arbeitgeber – Arbeitnehmer Verhältnis entspricht, dann spricht man von einer Scheinselbstständigkeit.  

Welche Folgen können sich aus einer Scheinselbstständigkeit ergeben?

Der Arbeitgeber muss in diesen Fällen den Sozialversicherungsbetrag seit Beginn der Tätigkeit des vermeintlich freien Mitarbeiters nachzahlen. Hinzu kommt noch, dass der Arbeitgeber sich mit etwaigen Lohnfortzahlungen und anderen betrieblichen Ansprüchen seines neuen Mitarbeiters konfrontiert sieht. Hat der Auftragnehmer zudem keine Steuern abgeführt, muss der Arbeitgeber auch hierfür aufkommen. Auch für den Scheinselbstständigen können sich finanzielle Konsequenzen ergeben. So müssen eventuelle Krankenversicherungsbeträge nachträglich abgeführt und Umsatzsteuer Voranmeldungen abgeändert werden.  

Welche Indizien können für eine Scheinselbstständigkeit sprechen?

Hinweise darauf, dass eine scheinbar als Selbstständiger tätige Person in Wirklichkeit als Arbeitnehmer einzustufen ist können folgende Punkte sein: Der Freelancer,…

  • arbeitet hauptsächlich für einen bestimmten Kunden,
  • erwirtschaftet 5/6 des Umsatzes nur durch diesen einen Kunden ,
  • besitzt keine eigenen Maschinen oder Büroräume,
  • schaltet keine eigene Werbung und verfügt über keinen Internetaufritt,
  • nimmt Weisungen von seinem Auftraggeber entgegen,
  • ist in den Betrieb des Auftraggebers eingegliedert.
  • u. a.

 

Wie sollte man als Auftraggeber bei einem Verdacht auf Scheinselbstständigkeit reagieren?

Grundsätzlich hat man in diesem Fall zwei Optionen. Entweder man gliedert den Freelancer durch einen eigenen Arbeitsvertrag in den Betrieb ein oder man schafft eine gewisse Distanz zu ihm. Diese sollte sich vor allem in einer getrennten betrieblichen Organisation niederschlagen. Bei großen Zweifeln kann auch eine förmliche Statusfeststellung durch die Deutsche Rentenversicherung beantragt werden.  

Fazit

Eine Scheinselbstständigkeit ist eine ernstzunehmende finanzielle Gefahr für Auftraggeber, die sich häufig Freelancern bedienen – insbesondere Finanzämter in Städten wie Hamburg, in den viele Freiberufler tätig sind, analysieren zunehmend “verdächtige” freiberufliche Arbeitsverhältnisse. Trifft diese Beschreibung auf Sie zu, sollten Sie sich unbedingt durch einen juristisch oder steuerrechtlich geschulten Fachmann beraten lassen. Dieser kann Ihnen helfen, die bestehende Zusammenarbeit zu analysieren und Ihnen Lösungsoptionen aufzuzeigen. Gerne unterstützen wir Sie bei der Entscheidung des für Sie optimale vertragliche Ausgestaltung des Arbeitsverhältnisses und zeigen Ihnen mögliche Gefahren sowie Besonderheiten frühzeitig auf. Kontaktieren Sie uns für ein erstes Beratungsgespräch! Ihre Steuerkanzlei Böttcher